| VERABSCHIEDUNG TEICHMANN & RAUSKOLB |
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An die Mitglieder der Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Ärztinnen und Ärzte in Frauenheilkunde und Geburtshilfe e. V. (BLFG) Erlauben Sie mir mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass anders als eine wissenschaftliche Fachgesellschaft die BLFG eine Interessensvertretung ist, deren Aufgaben allerdings sich nicht darin erschöpfen können, möglichst viele Beziehungen zu pflegen und Einfluss zu nehmen sondern vor allem auch sich mit den Inhalten und der berufspolitischen Wirklichkeit auseinanderzusetzen, denen Chefärzte heute ausgesetzt sind. Vor allem wird es in Zukunft darum gehen, angesichts der knapper werdenden personellen Ressourcen potentieller Leiter von Frauenkliniken Vorstellungen darüber zu entwickeln, wie das Fach klinisch unter einer oder mehreren Leitungen strukturiert sein muss, um sowohl unserem Anspruch an Qualität und Umfang von Frauenheilkunde und Geburtshilfe zu genügen als auch dafür Sorge zu tragen, dass kannibalistischen Tendenzen von Nachbarfächern Einhalt geboten wird, ebenso wie wir gemeinsam mit den Kollegen anderer Disziplinen uns dafür einsetzen sollten, die Rolle des Arztes im Krankenhaus aus ihrem mittlerweile marginalen Dasein wieder in die Mitte des Betriebes zu rücken. Ich danke Ihnen für das mir entgegengebrachte Vertrauen und bin mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. Dr. h. c. A. T. Teichmann
An die Mitglieder der BLFG Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege, ich möchte Sie davon in Kenntnis setzen, dass ich während der Mitgliederversammlung der BLFG e. V. am 2. Dezember 2011 als geschäftsführendes Vorstandsmitglied zurückgetreten bin. Die laufende Amtsperiode des Vorstands endet ohnehin jeweils nach 2 Jahren mit einer Neuwahl des Vorstandes. Richtigerweise bleibt diesmal der jetzige Vorstand noch einige Zeit im Amt bis die verabschiedete und damit „modernisierte“ Satzung vom Registergericht akzeptiert und eingetragen worden ist. Eine Neuwahl des Vorstandes könnte nach der dann geltenden Satzung auch schriftlich erfolgen, was wiederum möglichst vielen Mitgliedern eine Teilnahme an der Wahl ermöglichen könnte. Alternativ wäre aber auch eine Neuwahl im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung möglich. Die jetzige Mitgliederversammlung hat sich auch dafür ausgesprochen, die von mir begründete und nach Beendigung meiner Tätigkeit in der Frauenklinik Northeim am 30. April 2005 in einem angemieteten Raum in Northeim weitergeführte Geschäftsstelle zum 1. April 2012 nach Berlin zu verlegen. Damit hat meine geschäftsführende Vorstandsarbeit ein Ende gefunden, nachdem ich ohnehin schon seit einiger Zeit aus Altersgründen im Hinblick auf einen Nachfolger nach einem passenden Zeitpunkt Ausschau gehalten habe. Bis zum 31. März 2012 werde ich die Geschäftsstelle in Northeim auflösen und begonnene Vorgänge abschließen, einschließlich der Vorlage der abgestimmten Satzungsänderung beim Registergericht. Seit Gründung der BLFG e. V. im Oktober 1996 in Dresden war ich ohne Unterbrechung seit nunmehr insgesamt 15 Jahren Mitglied des Vorstands in 3 Funktionen: - 1996 - 2000 als Vertreter der Chefärzte im Vorstand der DGGG Die Gründung der BLFG erfolgte aus der Erkenntnis, dass sich Chefärztinnen und Chefärzte in unserem Fach vielerorts immer mehr als Konkurrenten auf dem „Medizinmarkt“ begegneten und wahrnahmen, insbesondere als Folge des teil dramatischen Geburtenrückgangs, aber auch durch die zunehmende fachinterne Spezialisierung und Zentralisierung, zum anderen aber auch, weil in schlechter werdenden Zeiten viele auch zu spüren bekamen, dass vielerlei Konfliktsituationen auch den benachbarten Kolleginnen und Kollegen widerfahren, und daher eine Abwehr und Lösung besser durch kollegiales Verständigen und Zusammenstehen erreicht werden kann. Mit Ansteigen der Mitgliederzahl der BLFG und der sich verstärkenden Probleme des Einzelnen (Amtsfestigkeit, arbeitsrechtliche und forensische Fragen, Strukturierung der Klinik) musste auch das Angebot der BLFG erweitert und die Betreuung des einzelnen Mitgliedes intensiviert werden. Das war zum einen ohnehin nur in einem bescheidenen Rahmen entsprechend dem finanziellen Rahmen möglich, konnte aber von einem Chefarzt neben seinen vielfältigen Aufgaben in der Klinik/Krankenhaus als 1. Vorsitzender der BLFG oder auch Vorstandsmitglied nicht mehr bewältigt werden, zumal auch heutzutage eine Belastung der Chefarztsekretariate mit derartigen Aufgaben nicht mehr infrage kommt. In all den Jahren haben unsere Mitglieder zunehmend die Geschäftsstelle kontaktiert und auch individuelle Beratung erbeten. Auf diesem Wege erreichten uns durch unsere Mitglieder viele Hinweise und Anregungen, die Eingang in die Vorstandsarbeit fanden und Aktivitäten, wie z. B. der Begründung der Wartburgtagung, das Angebot von Chefarztsitzungen im Rahmen der regionalen Fachtagungen sowie regelmäßige Treffen des Vorstandes mit den Landessprechern (Beiräten), bewirkten. In der Vorbereitungszeit auf die Gründung der BLFG und auch in den ersten Jahren ihres Bestehens erfuhr ich große Unterstützung von den früheren 1. Vorsitzenden Erich Keller (1996 – 1998), Harald Mickan (1998 – 2000) und vielen Kolleginnen und Kollegen, die als Gründungsmitglieder große Verdienste erworben haben, später noch zusätzlich durch z. T. langjährige Tätigkeiten als Vorstandsmitglieder. Zu nennen sind hier vor allem der erste Schatzmeister der BLFG Jürgen Künzig, und die Vorstandsmitglieder Siegfried Kunz, Ich danke allen für das mir entgegengebrachte langjährige Vertrauen. Mit kollegialen Grüßen und den besten Wünschen für die bevorstehenden Feiertage und den Jahreswechsel verbleibe ich Ihr Dez. 2011 |